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Ein Lautsprecher ist ein Gerät, das niederfrequente elektrische Signale in Schall umwandelt. Er dient somit der Beschallung.

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Lautsprecher werden in verschiedenen Ausführungen und Qualitäten produziert. Verwendet werden Lautsprecher in der Regel in Lautsprecherboxen, Radios, Fernsehern, Funkempfängern, Handsprechfunkgeräten, Messempfängern, Mobiltelefonen und Kopfhörern. Die Größe eines Lautsprecher-Moduls hängt neben der zu produzierenden Schallleistung auch von der zu reproduzierenden Tonhöhe ab, so benötigen Lautsprecher für tiefe Töne meist größere Abmessungen.
Zur Wandlung elektrischer Energie in Schallwellen werden fast ausnahmslos Membranen (meistens: flach trichterförmige, konzentrisch zulaufende dünne Pappe o.Ä. mit ringförmigem Wulst am äußeren Rand und flachkugelig nach außen gewölbtem Zentrum) in mechanische Schwingungen versetzt. In den meisten Fällen sollen diese als Kolbenstrahler wirken, die Membran soll also ganzflächig und gleichmäßig bewegt werden. Dieses ist im Allgemeinen nur bei - im Verhältnis zur Membranfläche - tiefen Frequenzen zu erreichen. Alle Membranen brechen bei höheren Frequenzen in Teilgebiete auf, die sich gegensinnig bewegen, dabei entstehen notwendig Knotenlinien, auf denen sich die Membran gar nicht bewegt. Im Allgemeinen setzt dieses Phänomen der Partialschwingungen eine obere Frequenzgrenze für die Nutzung der Membran, da dann Bündelungs- und Resonanzerscheinungen überhand nehmen. Durch gezielte Werkstoffauswahl (weiche Polymere) können Membranen eine hohe innere Dämpfung aufweisen, die die Partialschwingungen erfolgreich niederhalten, so dass die obere Frequenzgrenze eher durch die geometrisch bedingte Bündelung des Schalls oder durch Gegebenheiten des Antriebs bestimmt wird. Dies geht auf Kosten des Wirkungsgrades und evtl. auch des Klirrverhaltens. Meistens bedingt hoher Wirkungsgrad harte Membranen und dadurch mehr Partialschwingungsprobleme.

Die Abstrahlung von Schallwellen ist intuitiv schwer zu erfassen und wird meistens falsch verstanden. Sie hat zwei Anteile. Es kommt zuerst dabei nicht auf die sichtbare oder fühlbare Membranauslenkung an, sondern auf die Membranschnelle, also die Momentangeschwindigkeit. Der Strahlungswiderstand ist zweitens dafür verantwortlich, dass die Membranschnelle in eine Druckwelle umgesetzt wird. Dieser Widerstand ist abhängig von der Membranform und Größe, sowie der Frequenz und dem Medium (meistens Luft). Er hat stets den Wert 0 bei der Frequenz 0 Hz und steigt bis auf einen von Form und Größe der Membran vorgegeben Grenzwert an, mit einigem Überschwingen. Beim klassischen Problem des Kolbenstrahlers in unendlicher Schallwand im allseits unendlich großen Raum ist der Strahlungswiderstand bis zum Grenzwert proportional zur Frequenz. Dies sollte ein stark höhenbetontes Klangbild zur Folge haben. Es ist bei fast allen Strahlern aber so, dass die aufgebrachte mechanische Kraft für höhere Frequenzen konstant ist und damit nach Newton auch die Beschleunigung. Dies bedingt, dass die Schnelle umgekehrt proportional zur Frequenz ist. Dies kompensiert genau das Ansteigen des Strahlungswiderstandes. Bei den meisten Strahlern gibt es also ohne weiteres Zutun einen Bereich, in dem die abgestrahlte Leistung unabhängig von der Frequenz ist und dieser wird folglich zum Hauptarbeitsbereich gewählt.